Kleiner Katechismus des katholischen Glaubens

2. Hauptteil - von den Geboten

Sechstes und neuntes Gebot Gottes

Du sollst nicht Unkeuschheit treiben. Du sollst nicht Unkeusches begehren.


121.      Was befiehlt Gott im sechsten und neunten Gebot?

Im sechsten und neunten Gebot befiehlt Gott, dass wir Ehrfurcht haben

1)   vor unserem eigenen Leib
2)   und vor dem Leib der anderen.

Wir sollen immer schamhaft und keusch sein.

Gott hat unseren Leib erschaffen. Er macht ihn heilig durch die Taufe, die Firmung und die heilige Kommunion. Gott will unseren Leib auch einmal herrlich schön in den Himmel aufnehmen.

Wer keusch bleiben will, muss vor allem schamhaft sein. Gott will, dass wir unseren Leib bedeckt halten und unsere Augen beherrschen.

-     Schamhaft ist, wer die Teile des Körpers, die bedeckt sein sollen, nicht unnötig entblößt, anschaut oder berührt. Wer solches unnötig tut, ist unschamhaft.

-     Unkeusch ist, wer die böse Lust sucht und sich an ihr freut. Unkeuschheit ist schwere Sünde!

Alles, was nötig ist, um den Körper rein und gesund zu erhalten, ist keine Sünde. Wer zufällig Unschamhaftes sieht und seine Augen sofort abwendet, sündigt nicht.

„Selig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.” (Mt 5,8)
 


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