Kleiner Katechismus des katholischen Glaubens

3. Hauptteil - von den Gnadenmitteln

Die Gnade


Aus eigener Kraft können wir nicht glauben und auch nicht die Gebote halten, wie es zur Seligkeit notwendig ist. Dazu bedürfen wir der göttlichen Gnade.

138.      Was ist die Gnade?

Die Gnade ist eine innere, übernatürliche Gabe, die uns Gott zu unserem ewigen Heil gibt.

Man unterscheidet die heiligmachende Gnade und die helfende Gnade.

-     Die heiligmachende Gnade macht uns zu Kindern Gottes.
-     Die helfende Gnade hilft uns, als Kinder Gottes zu leben.

139.      Was ist die heiligmachende Gnade?

Die heiligmachende Gnade ist das übernatürliche Leben der Seele.

Durch sie sind wir Kinder Gottes und Erben des Himmels.

„Seht, welch große Liebe uns der Vater geschenkt hat: Kinder Gottes heißen wir und sind es.” (1 Joh 3,1)
„Sind wir aber Kinder, dann auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi.” (Röm 8,17)

Wir empfangen die heiligmachende Gnade zuerst in der Taufe.

Die Gnade sollen wir in uns aufnehmen, bewahren und vermehren.

140.      Was bewirkt die helfende Gnade?

Die helfende Gnade erleuchtet den Verstand und bewegt den Willen, damit wir das Böse meiden und das Gute tun.

141.      Durch welche Mittel gibt uns Gott seine Gnade?

Gott gibt uns seine Gnade durch die Gnadenmittel.

142.      Was sind die Gnadenmittel?

Die Gnadenmittel sind

1)   die Sakramente,
2)   die Sakramentalien,
3)   das Gebet.
 


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