Kleiner Katechismus des katholischen Glaubens

3. Hauptteil - von den Gnadenmitteln

Die Sakramente - 4. Das Sakrament der Buße


Verhalten im Beichtstuhl

Nachdem man das Gewissen erforscht, die Reue erweckt und den Vorsatz gefasst hat, geht man in den Beichtstuhl. Dort kniet man nieder und spricht: „Gelobt sei Jesus Christus!” Der Priester antwortet: „In Ewigkeit. Amen.”

Wenn der Priester den Segen gibt, macht man andächtig ein Kreuzzeichen.

Zu Beginn des Bekenntnisses sagt man seinen Lebensstand und den ungefähren Zeitpunkt der letzten Beichte: „Ich bin ... Jahre alt. Meine letzte Beichte war vor ... Wochen / Monaten / Jahren. Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und Dir, Vater, an Gottes Statt, meine Sünden: ...”

Nun sagt man die Sünden, wie man sie gefunden hat. Das Bekenntnis soll deutlich sein, aber nicht zu laut, vor allem aber aufrichtig und ehrlich.

Wenn man alle Sünden gesagt hat, spricht man: „Diese und alle meine Sünden tun mir von Herzen leid. Mein Jesus, Barmherzigkeit!”

Dann horcht man auf den Zuspruch des Beichtvaters. Er möchte helfen, den Willen Gottes zu erkennen. Wenn der Beichtvater am Ende die Buße auferlegt, antwortet man: „Danke.”

Nun gibt der Priester die Lossprechung. Während der Lossprechung macht man ein Kreuzzeichen und erweckt im Herzen noch einmal Reue. Dies ist der Augenblick, wo die Sünden getilgt werden.

Die Worte der Lossprechung lauten:

EGO TE ABSOLVO A PECCATIS TUIS IN NOMINE PATRIS X   ET FILII ET SPIRITUS SANCTI.

 

ICH SPRECHE DICH LOS VON DEINEN SÜNDEN IM NAMEN DES VATERS X UND DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES.

 

Man antwortet: „Amen”

Am Ende sagt der Beichtvater: „Gelobt sei Jesus Christus.”

Man antwortet: „In Ewigkeit. Amen.”
 


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